Hannes Birnbacher, Windhagen/Ww.

Scanner

Wer konventionelle Fotos in's Netz stellen will, muß sich entweder vom Labor eine CD erstellen lassen oder seine Bilder einscannen.
Anmerkung: Diese Seite ist im Aufbau begriffen. Derzeit werden diverse Bildbeispiele von der Seite /interessen/segelschiffe.html auf diese Scannerseite übertragen. Ich bitte um Verständnis.



Hier das Bild einer Foto-CD eines Freundes (Fremdlabor)
24 KB
3.) Hier ein Scan vom Papierbild, Colorado Flachbettscanner D600, 640x386, 24 KB. Man merkt doch deutlich, daß dieser preiswerte Scanner nicht besonders gut für die Wiedergabe von Fotos ausgestattet ist.
Canon Scanner
Dies ist ein 6x6 Dia (auf ein Zehntel verkleinert) eingescannt mit dem (fotofähigen) Canon 2400 U Flachbettscanner. Zeitbedarf: 8 Minuten! Das wichtigste Leistungsmerkmal eines Dia- und Filmscanners ist die Durchdringung besonders dunkler Stellen. Hier schlägt sich der D2400U, wie auch in diversen Tests nachzulesen, auch gegenüber professionellen Filmscannern recht wacker. In der Tat erscheint z.B. das Haar und das Gesicht der Frau im dunklen Türausschnitt auf dem Scan deutlicher als unter einem Mikroskop.
Canon 2400dpi ausschnitt
Hier ist ein Ausschnitt von ca. 5 x 5 Millimeter in der Originalauflösung von 2400 dpi. Der Canon-Scanner kann nicht, wie der spezielle Filmscanner LS-1000, das Korn des Diafilmes auflösen. Der Vorzug des Mittelformates geht also verloren. Um ein 6x6 Bild in der Qualität in's Archiv zu bringen, die man mit einem Kleinbildnegativ bei höchster Scan-Auflösung erreicht, reicht der D2400U allemal.

Scannervergleich aus 2017, ursprünglich für ein Forum:

film1_50-Nikon2017_480.jpg
Mein Testphoto (Freiburg-Kappel 1963, Braun Gloriette B (Cassar) vom Stativ, Agfa 17DIN, Leicanol 10min).
Nikon-Epson_1275.jpg
Links Nikon LS1000 @2700dpi, rechts Epson V700 Photo mit Epson Nassmontageplatte, erhöht nach Kalibrierung um 0,65mm durch Unterlegen von Papp-Stücken (Originalzustand miese Schärfe, bis 1.5mm keine Verschlechterung, ich werde mich auf ca. 1.0mm einrichten), KAMI SXL 2001, als Montagefolie 0,15mm Deckblatt für Bindegeräte. Anklicken für groß.
Film gewohnheitsmäßig entgegen der Epson-Anleitung eingelegt mit der Trägerseite nach oben, und die Scannersoftware auf "spiegeln" eingestellt. Dies bedingt, daß die Schichtseite mit dem Bild um die Träger-Dicke weiter unten gelegen ist, als der Hersteller des Scannes voraussetzt.

Software egal, Vuescan (das ich benutze, weil ich mich dann um gerätebezogene Treiber nicht zu kümmern brauche und das Einstellungen wie die möglichen DPI beim Epson für die zwei Objektive "intelligent" anbietet) wird immer auf "Kodak - Internegative" eingestellt, Kontrastangabe egal, Weiß/Schwarzpunkt 0,1 und 0,001, sonst Standardwerte, in anderen Tabs nix verändern (Kornunterdrücken usw.) gescannt. Das Ergebnis ist flau, enthält aber alle Bildinformationen und kann mit beliebiger Bildbearbeitung angepasst werden. Jede andere Software, Simple Scan von Linux oder z.B. die Epson Originalsoftware unter WINE, erbringt die gleichen Ergebnisse.

Interpretation: das Filmkorn wird im Nikon Filmscanner bauartbedingt deutlicher, ist beim Epson mehr unterdrückt, ohne daß (wie bei Softwareverfahren) Details mit verlorengehen. Das liegt daran, daß bei dem weichen Licht beim Epson die Lichtstrahlen zu mehreren aus verschiedenen Winkeln um das einzelne Korn herum gehen, im Gegensatz zu einer Punktlichtquelle. Bei Farbnegativ-Film hat der Epson natürlich auch den Vorteil der Staubunterdrückung, wobei die Scan-Zeit rapide gegen Unendlich geht. Der Nikon löst den Schatten (Busch) zwischen dem zentralen und dem rechten Haus aufgrund seiner besseren Dichtezahl deutlicher auf, obwohl auf diesem speziellen Foto die Gesamhelligkeit beim Nikon etwas dunkler herausgekommen ist. Der Betrachter kann's nicht wissen, aber das ist kein Einzelfall oder durch Verschiedenheiten der Bildbearbeitung/Scanner-Einstellung bedingt, sondern durchgängige Tendenz. Film/Diascanner haben halt immer noch die stärkeren Lampen.

001-50-Epson-Luft-Plus-6400-Ausschnitt.jpg

Der Scan ohne Nassmontage, mit Epson Filmhalter in Luft, die Füßchen auf "plus" kalibriert ("Null" war schlechter, Erhöhung von "plus" mit Klebestreifen von ca. 0,3mm wurde ebenfalls schlechter) war qualitativ genausogut. Die Nassmontage lohnt sich eher,
a.) weil Kratzer von der Flüssigkeit gefüllt und damit unsichtbar werden,
b.) weil hier nur als "Härtetest" 35mm Kleinbildfilm verwendet wurde. Die Planlage von 60mm Rollfilm dürfte schwerer zu beherrschen sein.

Die 6400er Auflösung des Epson ist nur eine Pseudo-Auflösung ist - laut übereinstimmenden Quellen kann der nur um 2300dpi. Es gibt auf der Website von Aztec sogar ein Beispielfoto (aztek.com/directions/EPSON%20K…0PRO%20ver%2012-10-14.pdf), auf dem ein Scan mit dem Normalobjektiv bei maximal 1600dpi viel schärfer erscheint, aber ich kann das nicht bestätigen - bei Nassmontage direkt auf der eingebauten Glasscheibe kriege ich das, was ich bei 1600dpi auch erwartet hätte. Nicht schlecht, für Betreiber des Epson V-4990 dürfte hier Schluß sein. Nachstehend ein Scan, Ausschnitt, bei straight-to-bed @4800dpi. Darauf sieht man z.B. den Mittelpfosten des oberen Giebelfensters oder das Fensterbrett des Dachfensterchens nicht mehr:

001-50-Epson-Straight-to-bed-4800_329.jpg


. Ich habe in Geeqie (das ist ungefähr die Linux-Entsprechung von Irfanview, aber für Bildbearbeitung muss man dann was Anderes aus dem Programm aufrufen wie GThumb oder GIMP) zwei Fenster geöffnet mit je einem der Bilder, die eine Instanz von Geeqie auf "immer im Vordergrund" gestellt und dann die Lage und Größe in beiden Instanzen für einen bequemen Vergleich nebeneinander geschoben, um einen Bildschirmabdruck zu machen. Bei den vorliegenden Vergrößerungen über die Auflösungs- bzw. z.B. Korngröße hinaus gibt der die Ergebnisse unverfälscht wieder.
Die Überraschung für mich war, dass der Epson nahe an den Nikon herankommt. Kein Grund, um 1500 Euro für einen Filmscanner für Rollfilm oder einen gebrauchten Pseudo-Trommelscanner auszuklinken, geschweige denn, ein Zimmer leer zu räumen, einen Lkw plus zum Entladen einen Hubwagen zu mieten und für einen Fuffi einen echten alten Trommelscanner samt historischem Apple-Computer zu ersteigern. Obwohl mich das gereizt hätte ;) .
Mein Nikon Filmscanner LS-1000 ist ein Spezialgerät, das in den 1990er Jahren vierstelliges Geld gekostet hat und nur für Kleinbild geeignet ist. Er wird heutzutage ab 60 Euro verramscht, weil er über eine SCSI-Karte läuft. Windows-Benutzer mussten feststellen, dass die schon bei Windows 7 oder 8 kaum mehr zum Laufen zu bringen war und Treiber gab es dann auch nicht. Sie wussten nicht, daß Linux "eigentlich" auf SCSI aufbaut und ein SCSI-Nikon-Scanner heute noch völlig problemlos, ohne Suche nach Treibern usw., damit läuft. Das tröstet mich für die vielen Kämpfe, die ich in 15 Jahren durchzustehen hatte, bloß um von der Windows-Welt wegzukommen :)
Hier zur Ergänzung noch zwei Vergleichs-Scans.
Das Ausgangsbild bei spätem Licht in der Chorruine Heisterbach im Siebengebirge, bei einem Kennenlerntreffen von Fotofreunden. Hier stärkstens verkleinert, nur zum Größenvergleich, weil eine Person auf dem Bild ist:
Film302-15nass-klein.jpg

Unlängst (2012) tat ich die Mamiya 645, hier noch mit dem Objektiv Sekor 80mm 2.8, enttäuscht beiseite, weil der Epson V700 mit dem Rollfilmhalter in Luft, ungeeicht, weniger Schärfe produzierte (rechtes Teilbild) als jede antike Rollfilm- oder hochleistungsfähige Kleinbild-Spiegelreflex, gesichtet mit einem Stereomikroskop oder bei Kleinbild gescannt @2700 mit meinem Nikon LS1000).
Jetzt habe ich es mal mit Nassmontage auf dem Epson Fluid Mount probiert, den ich nach einigen Versuchen um 0,85 Millimeter erhöhen musste. Auf der linken Hälfte seht Ihr: das Filmkorn ist nun zu erahnen, und die Bildschärfe gibt z.B. die Unterlegscheibe rechts von dem Feststellknopf für die horizontale Drehung her:
Film302-15Vergleich.jpg

Wegen der Dateigröße ist hier nur die Vorschau gezeigt, für volle Größe anklicken!
Die Bilddatei links, eingescannt bei Einstellung auf die 6400dpi Pseudo-Auflösung des Epson V700, hat insgesamt 140 Megapixel. Kami SXL2001, immer noch dasselbe Stück Folie 0,15mm Deckfolie aus einem übrig gebliebenen Starterkit für eine Bindegerät. Von dem Zweck dieser Deckfolie her ist keine Beschichtung drauf, wenn ich sie mir vor die Augen halte, sehe ich keinen Schleier und keine Unschärfe und sie wird von der Scanflüssigkeit nicht angelöst oder klebrig.

Mein Fazit: Der Epson V700 (wie vermutlich seine auflösungstechnisch gleichwertigen Brüder V750, V800 und V850) kann so hochgekitzelt werden, daß er er das Filmkorn eines Fuji Pro400H auflösen kann. Was mir persönlich die Freude an einer hochstehenden Mittelformatkamera wiedergegeben hat.
Noch 'n Fazit: Ich habe ein Standardmotiv, das ich hier nicht mit hochgeladen habe. Die Bildschärfe entspricht demnach knapp einer Olympus C-5050Z oder noch höherwertigen DSLR. Da kann die Analogtechnik bei mir noch nicht punkten (bessere Scanner oder feinkörnigere Filme würden wohl ein anderes Ergebnis bringen!).
Der bis heute noch von keiner Digitalkamera erreichte, was ich nennen würde "Schmelz" in den Farben und Tonwerten, sowie natürlich die Eigenschaften der 75 bis 105mm Objektive im Mittelformat wie Bukeh und Tiefenschärfe (sprich Freistellung) bleiben unbenommen. Vielleicht zeigt mir ja in 20 Jahren ein netter Mensch unter Euch im Altersheim eine Digicam mit Sensor 60x90 Millimeter und Normalbrennweite von 105mm, die sich jedermann leisten kann (100 Euro?). Und dazu ist bei den Vergleichen, die ich bisher vorgenommen habe, die Farb- und Tonwertwiedergabe bei Digitalkameras vs. Analogfilm wie ein Schlag in die Frxxxxe. Bis dahin bleibe ich also bei den Hybrid-Befürwortern ;) .
Hier wäre eine Beispiel. Links Nikon D90 einer Motorradfreundin, rechts Ensign-Box, Foma 100 Film. Das ist natürlich eine sehr persönliche und emotionale Sichtweise.
Analog-vs-Digital.jpg

24 KB
1.) Begegnung (zum Gucken)
Scan: Nikon LS1000 800x475, 57 KB
http://tinyurl.com/7ozmrm9

2.) Dito 2592x1539 (Scan 900 dpi), 526 KB (zum Camera vergleichen)
http://tinyurl.com/yhnl8vt

24 KB
3.) Scan vom Papierbild, Colorado Flachbettscanner D600, 640x386, 24 KB (zum Scanner vergleichen)

http://tinyurl.com/ccpsd34



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Stand: 5. März 2004